Gestaltung des Hochseilparcours

Grundlage eines Höhenlehrpfades ist natürlich ein Hochseilparcours. Es empfiehlt sich ein Rundparcours mit 10 bis 15 Elementen, die einigermaßen einfach zu bewältigen sind. Um ein echtes Naturerlebnis zu gewährleisten, sind folgende Anforderungen an den Parcours zu erfüllen:

  • Verzicht auf eine (be)engende Anordnung der Kletterelemente, d.h. der Parcours befindet sich in angemessener Entfernung zu anderen Pacours und wird von diesen auch nicht geschnitten. Die Ablenkung durch weitere Kletterelemente und -aktivitäten ist minimal zu halten. Stattdessen nimmt der Wald eine bilddominierende Rolle ein.
  • Bau der Elemente vorwiegend aus Naturmaterialien, d.h. es ist darauf zu achten, dass sich der Parcours harmonisch in das Waldbild einfügt. Fahrräder, Skateboards oder ähnliche Attraktionen sind tabu.
  • Verwendung einfach zu bewältigender Übungen. Der Fokus eines Höhenlehrpfades liegt nicht auf der sportlichen Herausforderung.

Gestaltung der Lehrtafeln



Beispiele für Höhenlehrpfadtafeln

Als waldpädagogisches Element werden klassische Lehrtafeln eingesetzt. Bei der Gestaltung der Lehrtafeln ist zu berücksichtigen, dass die Aufenthaltsdauer auf den Plattformen nicht unbegrenzt groß ist, sondern durch nachrückende Besucher und die Erwartung auf das nächste Kletterelement bestimmt wird. Somit ergeben sich folgende Anforderungen an die Lehrtafeln:

  • Fokussierung einer Lehrtafel auf ein bestimmtes Thema, z.B. einen Baum
  • Kurze, prägnante Texte
  • Optisch ansprechende Gestaltung

Grundsätzlich kann zwischen drei Arten von Lehrtafeln unterschieden werden:

  • Einzeltafeln, welche nur ein bestimmtes Thema aufgreifen und vertiefen
  • Kompositionstafeln, welche den Blick in den Wald aufgreifen und bestimmte Elemente daraus aufgreifen
  • Aktionstafeln, die den Besucher zu bestimmten Aktionen auffordern (z.B. den Wald zu hören oder zu riechen)

Kompositionstafeln und Aktionstafeln sind dabei im besonderen Maße dazu geeignet, die bewusste Wahrnehmung des Waldes zu steigern.

Konzept des "flexiblen Lehrpfads"

Lehrpfade haben den Nachteil, dass man bei einem zweiten Besuch i.d.R. keine neuen Inhalte vorfindet. Das Konzept des Höhenlehrpfads beinhaltet die Gestaltung eines "flexiblen Lehrpfades". Die Erstausstattung eines Höhenlehrpfads erfolgt mit klassischen 4 mm dicken Dibond-Schildern, die auf den einzelnen Höhenlehrpfad inhaltlich zugeschnitten sind.

Darüber hinaus werden weitere Lehrtafeln angeboten, die auf dünnen PVC-Folien gedruckt sind und sich bei Bedarf über die Dibond-Tafeln schieben lassen. Somit kann die Gestaltung des Höhenlehrpfades beliebig variiert werden. Inhalte der auswechselbaren Lehrtafeln sind u.a. Ökologie des Waldes, Wald im Frühjahr, Wald im Sommer, Wald im Herbst etc. Auf diese Weise kann ein Höhenlehrpfad immer wieder neu entdeckt werden. In diesem Zusammenhang ergeben sich auch zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten für gezielte waldpädagogische Veranstaltungen. Eine Veranstaltung mit einer 11. Schulklasse kann somit gezielt ökologische Zusammenhänge vertiefen, während mit einer 5. Schulklasse eher Artenkenntnis thematisiert wird.

Sicherheit

Die Sicherheit der Besucher innerhalb der Anlage wird über erprobte und marktübliche Selbstsicherungssysteme, 4-Augen-Prinzip sowie die Betreuung durch erfahrenes Personal gewährleistet. Im Bereich der Lehrplattformen sind zusätzliche Sicherungsseile installiert.