Nicht jeder Höhenlehrpfad hat den Parkplatz oder die Bushaltestelle direkt vor der ersten Plattform. Der Weg zum Höhenlehrpfad kann jedoch schon für die ersten waldpädagogischen Spiele genutzt werden und wichtiger Teil für das bewusste Erleben des Waldes sein.
Ziel: Orientierung, Teamarbeit, Vertrauen
Gruppengröße: 6 - ...
Vorbereitung: Die Orientierungstour sollte unbedingt im Vorfeld durch die Trainer selber erprobt werden, um ein Gefühl für den Schwierigkeitsgrad sowie für die benötigte Zeit zu erhalten! Es sind handgezeichnete Wegeskizzen zu fertigen und funktionsfähige Funkgeräte zu besorgen.
Durchführung: Die Gruppe wird in 2 oder mehr Teams aufgeteilt, die an verschiedenen Startpunkten rund um den Höhenlehrpfad positioniert werden. Jedes Team erhält ein Funkgerät sowie eine Wegeskizze - jedoch nicht die des eigenen Weges. Ziel ist es, den eigenen Weg beim anderen Team zu erfragen. Sind mehr als zwei Teams unterwegs, müssen die Teams zunächst klären, welches Team wessen Wegeskizze hat. Die Wegeskizzen können dabei durchaus waldpädagogische Züge tragen und z.B. auf markante Bäume, Totholzansammlungen etc. hinweisen. Da diese Aufgabe durchaus schwierig sein kann, ist es ratsam jedem Team einen Betreuer an die Seite zu stellen, der den Weg kennt und ggf. eingreifen kann.
Nachbereitung: In der Nachbereitung kann sowohl auf die Art der Kommunikation zwischen den Teams als auch (aus waldpädagogischer Sicht) auf die markanten Stellen der Wegeskizzen ("Woran habt ihr erkannt, dass es sich um eine Eiche handelt?") eingegangen werden.
Variationen: Orientierungstouren sind natürlich auch ohne Fernlenkung mit Kompass, GPS etc. möglich.
Ziel: Aufmerksam und Sinne schärfen, Vertrauen stärken
Gruppengröße: 2 - ...
Vorbereitung: Das Spiel erfordert eine konzentrierte Grundstimmung. Ist die Gruppe unruhig, kann man mit einem kleines Bewegungsspiel überschüssige Energie abführen.
Durchführung: Die Gruppe wird in 2-Mann-Teams aufgeteilt, die später auch im Höhenlehrpfad zusammen sind. Jeweils einem Teilnehmer werden die Augen verbunden. Der andere Teilnehmer agiert als (ggf. stummer) Führer. Die Pärchen stellen sich hintereinander auf. Der Trainer geht voran; die Pärchen folgen jeweils im Abstand von 2-3 Metern. Der Weg sollte abwechslungsreich sein (über Kies, Waldboden, über Baumstämme, unter Seile hindurch etc.). Nach 5 bis 10 Minuten werden die Rollen getauscht.
Nachbereitung: Die (blinden) Teilnehmer schildern ihre Wahrnehmung des gegangenen Weges. Auf einzelne (Natur)Wahrnehmungen kann trainerseitig gezielt eingegangen werden.
Variationen: Das Spiel kann auch als "blinde Karawane" gespielt werden, wo lediglich der Trainer sehend ist und die Karawane durch den Wald führt.